Die Zeit der Kinder

Luise, die 1833 in der Familie ihrer Schwester in Frankfurt/ Oder lebt, kann nicht verhindern, dass ihr Schwager, ein preußischer Beamter, seine Kinder wegen Nichtigkeiten schlägt. Ihre liebevolle Art, mit den Kindern umzugehen, führt dazu, dass Die Zeit der Kinder er sie aus dem Haus wirft. Obwohl mittellos, bricht sie nach Thüringen auf, wo sie Friedrich Fröbel kennenlernt, den Gründer der ersten Kindergärten. In ihm findet sie einen Seelenverwandten, wird selbst Kindergärtnerin und heiratet ihn. Als sie selbst schon Kindergärtnerinnen ausbildet, freundet sie sich mit Marieke an, die aus einem Hamburger Armenviertel stammt und einst in einer Kinderverwahranstalt leben musste, in der den Kindern im preußischen Stil der Wille gebrochen wurde. Die nicht immer chronologisch angeordneten Versatzstücke der Lebensgeschichten der beiden Frauen werden unterbrochen von in der Ich-Form erzählten Kapiteln, in denen Riess Fröbel von seiner Pädagogik berichten lässt. – Ein spannender Roman über Fröbel und seine Mitstreiter, deren steiniger Weg seine bahnbrechende Pädagogik durchsetzte. Die realistisch gezeichneten Figuren und deren Erlebnisse zeichnen diesen spannenden Roman ebenso aus wie sein Thema.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Zeit der Kinder

Die Zeit der Kinder

Lena Riess
List (2024)

416 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 753222
ISBN 978-3-471-36073-6
9783471360736
ca. 22,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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