Das zweite Kind
Der junge Fosco verschwindet spurlos und taucht später verstört und nackt wieder auf. Die Ermittlerin Valentina, eine engagierte und kluge Kommissarin der SCO (Speciale Criminale Operazioni), übernimmt den Fall und arbeitet dabei eng mit ihrem erfahrenen
Assistenten Angelo Zucca zusammen. Doch auch der umstrittene Fabio Costa, einst aus der Einheit entfernt, wird in den Fall involviert. Seine Vergangenheit bringt Unruhe und Konflikte ins Team, doch es entsteht auch eine unerwartete Bindung zwischen ihm und Valentina. Zunächst wird der Verdächtige, Guido Marchesi, gefasst, der sich jedoch als der Falsche erweist. Erst allmählich entdecken sie das wahre Ausmaß des Verbrechens: eine Reihe von Opfern, deren Leiden auf erschreckende Weise mit den Gemälden des Malers Caravaggio in Verbindung stehen. Mit Unterstützung des IT-Spezialisten Loris Manna erkennt das Team, dass die Verbrechen Teil eines viel größeren und gefährlicheren Netzwerks sind. Nachdem der wahre Mörder Luca Silerie bei einem Polizeieinsatz getötet wird, ist Valentina jedoch die Einzige, die noch ermittelt, was und wer wirklich hinter allem steckt. Doch der Weg dorthin ist gefährlich und bringt sie immer tiefer in ein tödliches Spiel, bei dem nicht nur ihre Karriere, sondern auch ihr Leben auf dem Spiel stehen. Der Fall gipfelt in einer unerwarteten und tragischen Wendung, die die Leser und Leserinnen bis zum letzten Moment fesselt. – Marco de Franchi gelingt es einen fesselnden Thriller zu erschaffen, der nicht nur durch überraschende Wendungen, sondern auch durch tiefgründige Charaktere besticht. Besonders die brillante Verknüpfung von Caravaggios düsteren Gemälden und den Verbrechen verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und macht sie zu einem spannenden Leseerlebnis.
Franz Kafsack
rezensiert für den Borromäusverein.
Das zweite Kind
Marco De Franchi ; aus dem Italienischen von Verena von Koskull
List (2024)
668 Seiten
kt.