Killer Potential
Die hochintelligente Evie lebt ein recht beschauliches Leben. Sie gibt als SAT-Tutorin superreichen Teenies Nachhilfe. Hierfür kommt sie in die pompösen Villen der Familien. Bis Evie eines Tages die Eltern einer Schülerin tot vorfindet. Nun geht
alles schnell. Sie hört einen Hilfeschrei und findet eine missbrauchte Frau. Plötzlich steht die Tochter der Getöteten vor ihnen und es startet eine überstürzte Flucht. Evie schleppt die geschundene Frau einfach mit. Klar ist, dass Evie verdächtigt wird. Leider spricht die Frau nicht mit ihr. Somit kann Evie nur mutmaßen, was mit ihr passiert ist. Zurück können sie spätestens ab der landesweiten Nachrichtensuche nach ihnen nicht mehr. – Das Buch erzählt in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Und obwohl immer nur von den beiden Frauen auf der Flucht erzählt wird, also kein Perspektivwechsel stattfindet, wird es dank der dynamischen Schreibweise nie langatmig. Man kann sich in die Protagonistin so einfühlen, dass man ständig mitfiebert. Zwischendrin fragt man sich, wie das Buch vernünftig enden soll, aber die Autorin schafft es, dass man beim letzten Weglegen des Buches hochzufrieden mit dem Werk ist.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Killer Potential
Hannah Deitch ; aus dem Englischen von Conny Lösch
List (2025)
397 Seiten
kt.