Alle gegen Lukas
Mit Wehmut denkt Lukas an seine alte Schule zurück. Wegen des Umzugs der Familie muss er eine neue Schule besuchen, in der er noch keine Freunde hat. Im Gegenteil, er wird von den anderen gehänselt und geärgert. Amelie aus seiner Klasse geht es
genauso. Zusammen jedoch fühlen sie sich stärker und eines Tages fasst Lukas Mut und rächt sich. - Ein ernstes Thema für ein Kinderbuch der zweiten Lesestufe, aber aktuell und wichtig. Fast alle Kinder kennen die Problematik, ob als "Täter", "Opfer" oder als Zuschauer. Gemäß der Altersstufe wird Lukas' Geschichte in einfachen Dialogen dargestellt; auch dank der Bilder werden die jungen Leser mit dem Sinn der Story zurechtkommen. Am Ende jedes Kapitels sollen Fragen zum Text zu eigenen Reflexionen anregen. Zur "Belohnung" finden sich am Ende des Buches Rätselaufgaben. Bedenklich ist jedoch Lukas' Lösungsweg: sich niemandem anzuvertrauen und ungeplant zurückzuschlagen, kann ins Auge gehen und die Problematik verschärfen. Da sollte den Kindern andere Strategien zur Konfliktbewältigung vorgeschlagen werden. Nur bedingt zu empfehlen.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Alle gegen Lukas
Michael Wildenhain. Mit Bildern von Eike Marcus
Ravensburger Buchverl. (2015)
Leserabe : 2. Lesestufe
43 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7