Emma-Jean und das Geheimnis der Freundschaft
Die 13-jährige Emma-Jean Lazarus wirkt ein bisschen wie "vom anderen Stern": rational und in ihrer emotionalen Wahrnehmung eingeschränkt beobachtet sie nüchtern analysierend das Verhalten ihrer Klassenkameraden, v.a. als der Frühlingsball naht
und die Mädchen sich nach Tanzpartnern umschauen. Sogar an sich selbst beobachtet sie zu ihrem Erschrecken merkwürdige und irritierende Anzeichen des "Frühlingsfiebers", v.a. wenn Will sich nähert. Neben dem stets bewegenden "Jungs-Thema" steht vorrangig die Freundschaft im Vordergrund: Emma-Jeans methodisch forschende Herangehensweise an alle Phänomene des täglichen Lebens wird von den übrigen Mädchen und Jungen zwar bisweilen spielerisch bespöttelt, überwiegend aber respektiert, ja bewundert. - Ein wohltuend warmherziges, humorvoll geschriebenes Buch, dessen einziger Negativpunkt darin besteht, etwas zu penetrant auf den Vorgängerband zu verweisen, den man aber nicht zwingend gelesen haben muss.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Emma-Jean und das Geheimnis der Freundschaft
Lauren Tarshis
Ravensburger Buchverl. (2011)
154 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12