The way we fall
Amelia lebt in Edinburgh, ist 22, wohnt noch zu Hause und arbeitet in einem Café, während ihre Freunde alle ausgezogen sind und studieren. Doch sie möchte das so, um ihre Schwester nicht allein zu lassen, die ein Trauma aus der Kindheit noch immer
nicht überwunden hat und zu der Amelia eine sehr starke Bindung hat. Im Café lernt sie Jasper kennen und etwas später treffen sie sich zufällig wieder, wobei beide nicht nur die Fassade des anderen kennenlernen, sondern eher das Innere, und sich einfach unglaublich zueinander hingezogen fühlen. Dies hängt auch damit zusammen, dass beide eine ähnlich schmerzhafte Kindheit durchgemacht haben und deshalb gegenseitig ihre Gefühle verstehen wie kein anderer. Eigentlich wollen sie beide keine Beziehung, aber sie verlieben sich trotzdem. Nach typischem Hin und Her und natürlich auch Nebenhandlungssträngen kommen sie dann letztendlich - wie sollte es auch anders sein - doch zusammen. Im Grunde genommen ist es eine Romanze wie jede andere, und trotzdem zieht sie einen sofort in ihren Bann und ist keineswegs langweilig, da sie eben doch ihren ganz eigenen Touch hat. An einigen Stellen macht das Buch allerdings auch nachdenklich. Man kann gespannt sein auf Band 2, in dem es um Maisie, Amelias Schwester, gehen wird.
Lisa Graf
rezensiert für den Borromäusverein.
The way we fall
Jana Schäfer
Ravensburger (2022)
411 Seiten
kt.