Tobi Tüftel
Normalerweise haben Erwachsene kein Verständnis für die Sammelleidenschaft ihrer Kinder. Bei Tobi ist das anders: Sein Opa freut sich über verrostete Nägel, alte Federn oder Astgabeln, denn er ist ein richtiger Erfinder und kann einfach alles gebrauchen.
Wenn er lange genug tüftelt kommen dabei so tolle Geräte wie eine Mampf-Ratter-Spuck-Maschine heraus, die alle Spielsachen einsaugt und geordnet wieder ausspuckt, oder ein Schnüffel-Erkennungsapparat an der Haustüre. Nur einmal übertreibt er es ein bisschen und erfindet Schrumpfpillen, die Tobi an seinen Eltern ausprobiert. Die Erwachsenen werden zu Kindern, maulen über kratzige Pullover und haben keine Lust auf gesundes Essen. Dafür haben sie Spaß am Kirschkern-Weitspucken und wollen Pommes von der Fritten-Bude. Auch wenn diese Verwandlung nicht von Dauer ist, so bewirkt sie doch, dass Tobis Eltern versprechen, in Zukunft mehr auf seine Wünsche zu achten. - Barbara Roses Buch geht von der alltäglichen Lebenssituation kleiner Kinder aus und überschreitet diese gleichzeitig, indem sie zum einen die Figur eines richtigen Traum-Opas schafft und zum anderen Eltern das Leben ihres Kindes aus einer anderen Perspektive zeigt. Diese Situation weiterzuspinnen dürfte kleinen Jungs ab fünf Jahren Spaß machen, wobei weder Sprache noch Intention des Buches wirklich anspruchsvoll sind.
Ute Sand
rezensiert für den Borromäusverein.
Tobi Tüftel
erzählt von Barbara Rose. Mit Bildern von Fabian und Christian Jeremies ...
Esslinger (2011)
69 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5