Fröhlich bin ich sowieso
Wie schreibt die zweifache Olympiasiegerin im Alpinen Skilauf in ihrem Vorwort: "Eine Autobiografie wollte ich nicht schreiben - dafür bin ich noch zu jung ...". So entstand ein wundervolles Buch von einer und über eine Frau, die ihrem sportlichen
Erfolg fast nahtlos ein erfülltes Familienleben und eine zurückhaltenden Rolle in der Öffentlichkeit folgen ließ. In der ersten Geschichte erzählt sie von ihrem Leben auf der Winklmoosalm, wo ihre Eltern die "Passauer Hütte" ganzjährig bewirtschafteten. Darin beschreibt sie auch ihre Anfänge als erfolgreiche Skirennläuferin. Danach erzählt sie in "An mir herumzupfen" wie sie noch immer von Leuten auf der Straße angesprochen wird, die sich echt freuen, mir ihr ein paar Worte wechseln zu können. Sehr anrührend beschreibt sie den Beginn ihrer Liebe zu ihrem Mann, dem Slalom-As Christian Neureuther. Die daraus folgende Ehe hat mittlerweile 31 Jahre überdauert. So ziehen sich die Geschichten dahin, über die Freude mit ihren Kindern, von denen der jüngere Felix mittlerweile zum Weltklasseskifahrer gereift und die Tochter Ameli zu einer begabten Künstlerin geworden ist. Interessant und zurückhaltend beschreibt sie auch die vielfältigen Begegnungen mit einer ganzen Palette von berühmten Leuten. 58 (leider nur schwarz-weiße) Fotos, Kochrezepte und Anleitungen ergänzen ein Buch, das sicher allen Lesern viel Freude bereiten wird. Es sollte in keiner Bücherei fehlen.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Fröhlich bin ich sowieso
Rosi Mittermaier
Nymphenburger (2011)
262 S. : Ill.
fest geb.