Dieses Leben, das wir haben

Der Endvierziger Shep will mit seiner Familie auf die einsame afrikanische Insel Pemba ziehen. Er verkauft seine Firma an einen ungeliebten ehemaligen Mitarbeiter, dessen Angestellter er wird. Als er dessen Schikanen nicht mehr ertragen kann, bucht Dieses Leben, das wir haben Shep kurzerhand die Tickets - doch kann er seinen Traum nicht erfüllen: Seine Frau hat Krebs. Anpassungsfähig und fügsam geht Shep den Weg des geringsten Widerstands und geht weiterhin zur Arbeit, um die Krankenversicherung für seine Frau zu behalten. Er kommt für die Zusatzkosten der Behandlung, aber auch für die Unterbringung seines Vaters in einem Pflegeheim und die Bedürfnisse seiner fordernden mittellosen Schwester auf, sodass sein Vermögen, das er mit dem Verkauf der Firma erworben hat, ständig schrumpft. - Ein ernsthafter Roman, der die katastrophale soziale Situation in den USA vor Augen führt. Die differenziert gezeichneten Figuren ergänzen glaubwürdig den in sich schlüssigen und spannenden Plot. Der z.T. leicht ins Ironische spielende Stil lockert die Ernsthaftigkeit des Geschehens auf, ohne ins Belanglose abzudriften. (Übers.: Monika Schmalz)

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Dieses Leben, das wir haben

Dieses Leben, das wir haben

Lionel Shriver
Piper (2011)

541 S.
fest geb.

MedienNr.: 343206
ISBN 978-3-492-05441-6
9783492054416
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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