Schwindlerinnen
Babba und Lillemor kennen sich seit der Schulzeit. Lillemor stammt aus gutbürgerlichen Verhältnissen, sieht gut aus und ist angepasst. Babba ist unscheinbar und sprüht vor Ideen, die sie akribisch auf Karteikarten notiert. Während Lillemor für
verschiedene Zeitungen journalistisch arbeitet, schreibt Babba ihren ersten Roman, doch traut sie sich nicht, ihn einem Verlag anzubieten. Deshalb bewegt sie Lillemor dazu, sich als Autorin des Romans auszugeben. Mit diesem Roman beginnt eine Schriftstellerkarriere, die Lillemor zu einem Mitglied der Schwedischen Akademie werden lässt. Doch als Lillemor Babba die Schwindelgemeinschaft aufkündigt und noch dazu Babbas Liebhaber verführt, rächt sich Babba. - Ekman gelingt es, den Plot aus der Sicht der beiden Protagonistinnen realistisch und einfühlsam zu erzählen. Durch die Verwendung der Ich-Form wird der Leser direkt angesprochen. Außerdem charakterisiert die Autorin die beiden Figuren durch eine jeweils unverwechselbare Sprache. Ein unterhaltsamer Roman über einen ungewöhnlichen Beziehungskonflikt. (Übers.: Hedwig M. Binder)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwindlerinnen
Kerstin Ekman
Piper (2012)
447 S.
fest geb.