Elsässer Erbschaften

Auf der Suche nach einem Karrieresprung (und auf der Flucht vor seiner Verlobten) verschlägt es Polizeimajor Jules Gabin in das typisch elsässische Städtchen Rebenheim. Kaum angekommen, geschieht auch schon ein Mord, der die gewachsenen Strukturen Elsässer Erbschaften des Ortes kräftig aufmischt. - Nun hat es also auch das Elsass erwischt, und ein deutscher Autor schreibt unter Pseudonym einen in dieser Gegend angesiedelten Regionalkrimi rund um ein fiktives Städtchen. Wer sich nun denkt: "Das hat mir gerade noch gefehlt!", liegt leider richtig. Schon nach knapp 100 Seiten sind so ziemlich alle Klischees zwischen Fachwerk und Störchen, zwischen Wein, Flammkuchen und Choucroute platziert. Übrig bleibt eine sehr magere Krimihandlung. Eigentlich ist das Ganze nur für absolut hartgesottene Elsass-Fans zu ertragen, denen der Krimiaspekt nicht wichtig ist. Schade - diese bezaubernde und faszinierende Region hätte etwas Anderes verdient.

Thomas Oberholthaus

Thomas Oberholthaus

rezensiert für den Borromäusverein.

Elsässer Erbschaften

Elsässer Erbschaften

Jean Jacques Laurent
Piper (2015)

285 S. : Kt.
kt.

MedienNr.: 798844
ISBN 978-3-492-06019-6
9783492060196
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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