Das Licht der letzten Tage
Als Clark das Flugzeug bestieg, das ihn von New York nach Toronto bringen sollte, ahnte er nicht, dass dies der letzte Flug überhaupt sein würde, denn alle Flughäfen sind inzwischen geschlossen. Ein tödliches Virus hat innerhalb weniger Tage nahezu
die gesamte Menschheit ausgelöscht, es gibt nur wenige Überlebende. Zwanzig Jahre später befindet sich Clark immer noch auf dem Flughafengelände in Toronto. Alle technischen Errungenschaften der letzten Jahrhunderte sind inzwischen verrottet und die Gebäude dem Verfall preisgegeben. Immer wieder kommen vagabundierende Menschen an, die ein Zuhause suchen. Darunter eine Theatergruppe, die sich "die Symphonie" nennt. Sie führen Shakespeares Dramen auf und geben Konzerte. Alle Überlebenden vereint die Hoffnung auf ein neues Leben. - Emily St. John Mandel beschreibt spannend und mitreißend sowie logisch aufgebaut menschliche Schicksale, die sich unerwartet in einem Worst-Case-Szenario wiederfinden und den Kampf ums Überleben aufnehmen müssen. (Übers.: Wiebke Kuhn)
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Licht der letzten Tage
Emily St. John Mandel
Piper (2015)
407 S.
kt.