Mein Name ist Hope Nicely.
Hope wurde als Baby von ihrer Mutter ausgesetzt. Ihre Adoptivmutter Jenny ist Dichterin und ermutigt die nun 25-jährige Hope, sich einer Schreibwerkstatt anzuschließen. Hope will ein Buch über ihr Leben schreiben und hofft, ihre leibliche Mutter
würde nach der Lektüre Kontakt zu ihr aufnehmen. Sie hatte während der Schwangerschaft getrunken und Hope ist durch ihre „Fetale Alkoholspektrum-Störung“ kognitiv eingeschränkt. Gemeinsam mit Jenny hat sie ihr Leben und ihren Job als Hundeausführerin ganz gut im Griff, doch das ändert sich, als Jenny nach einem schweren Herzinfarkt im Koma liegt. Glücklicherweise kümmern sich einige Teilnehmer der Schreibwerkstatt um Hope, die völlig überfordert ist. Sie zieht zu Danny, seiner liebevollen Mutter Bridget und seinem Bruder. Connor ist Autist und hat wie Hope einen ganz eigenen Blick auf die Welt und spezielle Bedürfnisse und Eigenheiten. Traurige Erinnerungen an Mobbing in der Schulzeit und verdrängte Suizidversuche kommen in Hope hoch. Als sie nach einem Missverständnis glaubt, dass Jenny gestorben ist, will sie sich vor einen Zug werfen. Glücklicherweise hat ausgerechnet Connor die richtige Eingebung, wo Hope sein könnte, und bringt sie zu Jenny. Auch das Geheimnis um Hopes leibliche Mutter wird gelüftet. Mit etwas Unterstützung, auch von ihren neuen Freunden, können Hope und Jenny ihr Leben trotz ihrer Einschränkungen meistern. – Die anrührende Geschichte zeigt, wie verwirrend die Welt für Hope ist und wie wichtig, sich Menschen zu öffnen. Breit einsetzbar.
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Mein Name ist Hope Nicely.
Caroline Day ; aus dem Englischen von Katrin Mrugalla
Piper (2025)
355 Seiten
kt.