Swept away
Der Klappentext verspricht eine humorvolle und seichte Liebesgeschichte in einem ungewöhnlichen Setting. In gewohnter Manier bricht die Autorin jedoch auch in diesem Buch mit den Erwartungen der Lesenden und erschafft eine Erzählung mit deutlich
mehr Tiefgang. Statt einige Tage in einem Hausboot herumzudümpeln sehen sich die beiden Charaktere einer lebensbedrohlichen Situation gegenüber und müssen Regeln ihres Zusammenlebens radikal verhandeln. Spannung wird also stark durch äußere Umstände erzeugt und lässt Lesende mitfiebern. Dabei schreckt die Autorin auch vor schwereren Themen nicht zurück und verleiht beiden Protagonisten eine ungewöhnliche Hintergrundgeschichte, die auch ihr Verhalten in der Gegenwart prägt. Vor allem gegen Ende des Romans wird zusätzlich die Frage aufgeworfen, ob eine Beziehung, die unter solchen Umständen entsteht, auch im Alltag eine tragfähige Basis haben kann. Das Buch bricht somit mit typischen Erwartungen an einen Liebesroman und stellt eine sehr große Leseempfehlung dar.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Swept away
Beth O'Leary ; aus dem Englischen von Ulrike Gerstner
everlove by Piper (2026)
470 Seiten
kt.