Niemand hört dich
Eigentlich ist Mads unterwegs zu seiner Schwester nach London, als ihn der Anruf erreicht, dass ein totes Mädchen an der Küste angeschwemmt wurde. Er übernimmt widerwillig die Ermittlungen. Die Tatsache, dass die stark misshandelte Leiche noch ein
Kind ist, macht den Anblick nur noch grausamer. Da es sich um einen grenzüberschreitenden Fall handelt, ist Mads gezwungen, mit einem deutschen Kollegen zusammenzuarbeiten. Schnell stellt sich heraus, dass es Parallelen zu einem anderen Fall besteht. Es gibt Videos von den Taten, die an Grausamkeit nicht zu überbieten sind. All das setzt dem Ermittlungsteam stark zu. Die Angst ist groß, dass es weitere Opfer geben wird. Ein Wettkampf gegen die Zeit beginnt. – Der Thriller, der an der deutsch-dänischen Grenze spielt, ist voller spannender Wendungen. Die Autorin versteht es durch detaillierte und präzise beschriebene Szenen den Leser an den erbarmungslosen Situationen teilhaben zu lassen. Sie setzt auf eine einfache und klar verständliche Sprache und Struktur. Es gibt keine Zeitsprünge. – Empfehlenswert für alle, die den Nervenkitzel suchen.
Corinna Meierhöfer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Niemand hört dich
Karen Inge Nielsen ; aus dem Dänischen von Günther Frauenlob
Piper (2025)
306 Seiten : Karte
kt.