Source code

1955 in Seattle in eine gutsituierte Familie – der Vater Anwalt, die Mutter Lehrerin, zwei Schwestern – hineingeboren, verlebt der unruhige Junge eine unbeschwerte Kindheit, von seiner Oma lernt er früh, Karten zu spielen, z.B. das komplexe Bridge. Source code Dies legt den Grundstein zu logischem, vorausschauendem Denken, von dem er später so profitieren sollte. Gates ist ein Eigenbrötler, der sich nur mühsam einen Freundeskreis aufbauen kann, doch in seiner Pfadfindergruppe findet er Kumpels, mit denen er schon im frühen Teenageralter tagelang auf abenteuerlichen Touren durch den Nordwesten der USA wandert. Mit drei Gleichgesinnten widmet sich der künftige "Nerd" dem Programmieren. Die private Lakeside School verfügte über eine Telefonverbindung (!) zu einem Großrechner. Hier taten die Freunde ihre ersten Schritte in Sachen Computersprache. Gates und seine Mitstreiter unterstützen schon bald – außerschulisch – ein Autohaus bei der Optimierung seines Betriebssystems. Weitere "Geschäftsmodelle" folgen, die erste Firma wird gegründet, Gates ist gerade mal 14 Jahre alt. Ein "Privatleben" gibt es für den Teenager kaum und Kontakt zu Mädchen – schwierig für den schüchternen Jungen. Aber auch dieses "Problem" geht er mit Logik an und tritt einer Theatergruppe bei, um mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch zu kommen. Eine Zäsur in seinem jungen Leben ist der plötzliche Tod seines besten Freundes Kent Evans. Zusammen mit Paul Allen wechselt Bill 1973 an die mit Großrechnern ausgestattete Harvard University, wo sie ihre "Spielwiese" finden. Bereits zwei Jahre später bricht er sein Studium ab, um sich ganz Microsoft zu widmen, der Rest ist Geschichte ... – Bill Gates' Autobiografie ist eine zwar gut lesbare, doch wenig fesselnde Lektüre mit einigen Längen. Programmierung, Firmengeflechte und natürlich viele spezifische Ausdrücke prägen das Werk und lassen Laien verwirrt zurück. Dennoch ist es wohl ein wichtiges Zeitdokument der frühen Computer-Ära, das seine Leser finden wird.

Sabine Tischhöfer

Sabine Tischhöfer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Source code

Source code

Bill Gates ; aus dem amerikanischen Englisch von Henning Dedekind [und vier weiteren]
Piper (2025)

383, [16] Seiten : Illustrationen (teilweise farbig)
fest geb.

MedienNr.: 622180
ISBN 978-3-492-07311-0
9783492073110
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Te
Diesen Titel bei der ekz kaufen.