Why am I like this?
Das Gefühl, überfordert, nicht "normal" oder nicht gut genug zu sein, kennen sicher viele Menschen, und vor allem bei den jüngeren Generationen scheint es immer mehr um sich zu greifen. Gemma Styles (Jahrgang 1990) befasst sich aus eigener Betroffenheit,
aber auch, um andere Menschen besser zu verstehen, seit vielen Jahren intensiv mit dem aktuellen Stand der psychologischen Forschung. In ihrem ersten Buch beleuchtet und korrigiert die Londoner Mental-Health-Influencerin (und Schwester des Popsängers Harry Styles) verbreitete – und oft belastende – psychologische Glaubenssätze und führt in die Funktionsweise unseres Gehirns und in die Mechanismen unseres Denkens und Handelns ein. Einigen Raum nimmt dabei auch die Rolle von Social Media ein. Die Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet die Autorin mit Beispielen aus zum Teil eigener Erfahrung und Vorschlägen zur Veränderung des Denkens und Handelns sowie mit gesellschaftlichen Forderungen. Ihr Buch ist kein klassischer Ratgeber und es kommt komplett ohne jegliche Abbildung oder visuelle Gestaltung aus, wird also eher ausdauernde Leser:innen ansprechen. Ab mittleren Beständen empfohlen.
Monika Graf
rezensiert für den Borromäusverein.
Why am I like this?
Gemma Styles ; aus dem Englischen von Britta Fietzke und [einer weiteren]
Piper (2024)
299 Seiten
fest geb.