Heimkommen
Téo kehrt in sein Elternhaus in einer jüdischen Gemeinde im Londoner Vorort Enfield zurück. Er will sich um seinen Vater Vic kümmern, der immer mehr abbaut. Besonders freut er sich auf das Wiedersehen mit seiner Jugendfreundin Lia, die er heimlich
liebt. Nach ihrem plötzlichen Tod übernimmt er die Verantwortung für ihren dreijährigen Sohn Joel, doch er und Vic sind schnell überfordert. Téos Freund Ben entdeckt im Kontakt zu Joel ganz neue Gefühle und nimmt ihn schließlich zu sich. – Der leise Roman über Freundschaft, Erinnerungen und eine ungewöhnliche Familiensituation beschreibt emotional und mit großer Sympathie für seine Protagonisten, wie der zurückhaltende Téo und der große Junge Ben erwachsen werden und Vic neuen Lebensmut fasst, obwohl seine Krankheit rapide fortschreitet. Sehr gerne empfohlen!
Evelin Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Heimkommen
Tom Lamont ; aus dem Englischen von Gesine Schröder
Rowohlt Hundert Augen (2025)
365 Seiten
fest geb.