Das Baumhaus
Seine Frau Nora drängt Henrik, zusammen mit ihrem Sohn Fynn nach Schweden zu fahren, in das Häuschen, in dem Henriks geliebter Großvater lebte. Doch hier erwartet sie keine Schweden-Idylle. Sie fühlen sich beobachtet. Henrik findet ein Baumhaus
im Wald und erinnert sich, dass hier ein Mädchen gefangen gehalten und gequält wurde. Schließlich verschwindet Fynn. – Mehrere Handlungsstränge sind miteinander verknüpft. Jeweils in Ich-Form erzählen Nora, Henrik, das Mädchen aus dem Baumhaus und die Natur-Forensikerin Rosa ihre Geschichte. Alles fließt ineinander und steigert die Spannung. Es gibt sehr gelungene Passagen, wie die enge Bindung zwischen Henrik und Fynn oder auch die Begeisterung von Rosa für Tod und Verwesung. Die Auflösung wirkt leider sehr konstruiert. Für Fans düsterer Thriller mit psychologischem Hintergrund durchaus ein spannendes Lese-Erlebnis.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Baumhaus
Vera Buck
Rowohlt Polaris (2024)
395 Seiten
kt.