Das Lamm, das zu viel wusste
Nichts belebt so, wie ein kleiner Mord. Das ist der Wahlspruch der Matriarchin Emily, die die Doyle-Familie zusammenhält. Diese sind ein bunter Haufen verschiedenster Charaktere, die alle auf die eine oder andere Weise nützliche Fähigkeiten zur
Mordermittlung haben. So ist es auch kein Wunder, dass sich nach dem Mord bei einem Familienfest alle in die Ermittlungen stürzen und schon vor Eintreffen der Polizei erste Erkenntnisse und Verdächtige feststehen. Dadurch, dass es sich bei den Doyles um eine echte Großfamilie handelt, fällt es zu Beginn sehr schwer, den Überblick über die einzelnen Personen zu behalten. Dieser ist jedoch wichtig, da alle an der Ermittlung beteiligt sind und der Roman aus vielen verschiedenen Perspektiven verfasst ist. Deshalb lässt es sich empfehlen, zunächst mit dem ersten Band (s. BP/mp 23/964) zu beginnen, zum Verständnis der Handlung ist dies aber nicht zwingend notwendig. Der Fall selbst ist so undurchsichtig wie die Familie selbst, was die Spannung bis zum Ende aufrechterhält. Zusätzlich liefert der Autor schöne Beschreibungen Cornwalls, was es leicht macht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Somit lässt sich das Buch für alle Fans von Cosy-Krimis empfehlen.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Lamm, das zu viel wusste
Thomas Chatwin
Rowohlt Polaris (2024)
298 Seiten : Karte
kt.