Eine Liebe ohne Sommer
So beginnen filmreife Lovestorys: Im Hausflur lernt Rosa Nikolas kennen, den attraktiven Sohn ihrer Nachbarin Frau Schmitz, und ehe sie sich versieht, sind sie nach einigen Dates ein Paar – ein perfektes Paar, wie es scheint. Doch ehe der Sommer
kommt, stirbt der leichtsinnige Nikolas bei einem Unfall. Rosa trauert selbstverständlich, doch sie wehrt sich gegen das Witwenattribut und die völlige Vereinnahmung durch Frau Schmitz. Eigentlich war Rosa gar nicht sicher, ob Nikolas „der Richtige“ gewesen wäre. Eine komplexe Situation, die sich erst löst, als sie sich auf die Suche nach Menschen macht, die den verstorbenen Freund besser und länger kannten. In Gesprächen mit ihnen lernt sie seine unterschiedlichen Facetten und einige Geheimnisse kennen und kommt zu einer erstaunlichen Erkenntnis: Vielleicht hätte sie Nikolas aufrichtig lieben können, wäre ihnen mehr Zeit vergönnt gewesen. – Der erste Roman des ehemaligen Verlagsleiters, Literatur-Podcasters („Rababumm“) und Buch-Bloggers Timothy Paul besticht mit originellem Personal und einer geschickten Konstruktion aus Handlung, Rückblicken und Tagebucheinträgen. Dabei verbindet er berührend, humorvoll und mit unaufdringlicher Selbstverständlichkeit die großen Lebensthemen. Ein Muss fürs Romantik-Regal!
Susanne Steufmehl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Eine Liebe ohne Sommer
Timothy Paul
Rowohlt Polaris (2026)
460 Seiten
fest geb.