Klein aber tot
In Knuffingen, im Hamburger Miniatur Wunderland, lässt Jo Fischler seinen neuesten Krimi spielen. Dort geht alles seinen gewohnten Gang, bis Friedrich Frank, ein ehemals begnadeter Investigativjournalist, nach einem Karriereknick im Knuffinger Tagblatt
landet. In seiner Kolumne „Mit spitzer Feder“ deckt er nun auch hier scheinbar unhaltbare Zustände auf. Damit schafft er sich keine Freunde. Und jetzt ist er tot. Erschlagen! Doch wer hat ihn auf dem Gewissen? Jo Jo Wunder, Kriminalkommissar, steht vor einem Rätsel. Beim Toten fand man ein Besteckteil, einen Dirigentenstab, eine schwarze Orchidee und etwas Müll. All das weist auf einige der letzten Artikel des Journalisten hin. Ist jemand von den Betroffenen für die Tat verantwortlich? Was erklären die beim Toten gefundenen Kinokarten und mit wem ist Friedrich Frank an verschiedenen Tagen in die Nachmittagsvorstellung gegangen? Gleichzeitig geht ein Feuerteufel um, der auf Schloss Löwenstein versucht, Brände zu legen. Hängt beides miteinander zusammen? Die Lösung findet sich auf einem USB-Stick, den Kommissar Wunder durch Zufall entschlüsseln kann… – Ein Krimi, der mit viel Witz und Situationskomik ganz bewusst mehr unterhalten als echte Spannung erzeugen möchte. Empfehlenswert!
Josef Schnurrer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Klein aber tot
Jo Fischler
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2026)
299 Seiten
kt.