Die Frucht des Bösen
In einer besseren Wohngegend von Boston, Massachusetts, wird eine fünfköpfige Familie regelrecht abgeschlachtet. Die Ermittlungen des Police Department von Boston gestalten sich schwierig. Als festgestellt wird, dass eines der Kinder auffällig verhaltensgestört
und zeitweilig in einer Kinderpsychiatrie untergebracht war, befragen die Ermittler die betreuenden Mitarbeiter. Dabei stellt sich heraus, dass die Eltern den Jungen bald wieder zu sich geholt hatten, weil sie zwischenzeitlich einem Heiler namens Lighfoot mehr vertrauten als den geschulten Psychologen. Und dann wird eine weitere mehrköpfige Familie in einer ärmlichen Gegend ermordet. Einer der Jungen dieser Familie war ebenso in der Kinderpsychiatrie behandelt worden und auch hier kam wieder der Heiler ins Spiel ... - Bemerkenswert sind in dieser teilweise recht blutrünstigen Geschichte die eindringlichen Schilderungen der verhaltensgestörten, traumatisierten Kinder mit ihren Ängsten, Neurosen, Aggressionen, neuronalen Störungen. Die Belastung der Familien mit derart außer Kontrolle geratenden Kindern wird auch nachvollziehbar thematisiert. Ansonsten gibt es die üblichen Ingredienzien amerikanischer Thriller; Spannung ist aber angesagt. Insgesamt durchaus empfehlenswert und breit einsetzbar. (Übers.: Michael Windgassen)
Erwin Wieser
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Frucht des Bösen
Lisa Gardner
Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (2012)
rororo ; 25712
556 S.
kt.