Das Schwert der Götter
Vor einigen Jahren haben Hakon und seine Getreuen das Königreich Graufells zerschlagen und den alten Widersacher auf eine abgelegene Insel gedrängt. Doch dieser sinnt unentwegt auf Rache. Ein ehrgeiziger und skrupelloser Bischof in Hammaburg (Hamburg)
eröffnet ihm, der den Christengott akzeptiert, eine Möglichkeit, wie er Hakon, der dem nordischen Götterglauben anhängt, bezwingen kann. Nachdem Hakons kleine Tochter entführt wird, zieht dieser mit einigen Getreuen los, um das Mädchen wieder zu finden. Graufell nutzt nun die Abwesenheit des Fürsten, um dessen Land zu erobern und dessen Leute zu versklaven. Hakon braucht nun für die Rückeroberung mächtige Verbündete ... - Das ist der dritte Band einer Serie um den Fürsten (Jarl) Hakon. Die Ereignisse der Vorgeschichten werden gelegentlich beiläufig eingeflochten; diese Bände muss man also nicht gelesen haben, um der Handlung in diesem Buch folgen zu können. Es gibt viele grausame, brutale Kämpfe mit zahlreichen Toten. Parallelen zu den Englandromanen der Wikingerzeit von Bernard Cornwell tun sich auf. Was das im Titel zitierte Schwert Gottes angeht: In Graufells Schwert sollen Nägel vom Kreuze Christi eingearbeitet worden sein. Auch Mystik und Wunderglaube spielen also in dem Roman eine Rolle. Bei Bedarf gut einsetzbar.
Erwin Wieser
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Schwert der Götter
Axel S. Meyer
Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (2016)
rororo ; 27154
666 S. : Kt.
kt.