Das erste Lied der Meere
Serafinas großer Tag steht bevor. In archaischen Prüfungen muss sie nachweisen, dass sie die rechtmäßige Erbin des Thrones von Miramara ist, einem der sechs großen Unterwasser-Reiche. Doch mitten in der feierlichen Zeremonie wird das Reich angegriffen,
die Königin tödlich verwundet, das Volk hingemetzelt. Serafina gelingt mit ihrer besten Freundin die Flucht. Nun zeigt sich, dass beide mit einem Albtraum zu den Iele gerufen werden, den Flusshexen, die in einem verborgenen Flusstal in Rumänien hausen. Sie erfahren, dass sie zusammen mit vier weiteren Meerjungfrauen die Talismane ihrer fürstlichen Vorfahren suchen und das absolut Böse vernichten müssen. - Dies ist der Auftakt zu einer spannenden Reihe. Es ist eine ganz eigene Welt, die die Autorin schafft. In diesem ersten Band werden ein Großteil des Personals, die jeweiligen magischen Eigenheiten und die Beziehungen untereinander vorgestellt. Dabei bedient sich die Autorin großzügig in der griechischen Götter- und Sagenwelt, der lateinischen Sprache und vielen daraus entstandenen romanischen Idiomen und garniert es mit Erfindungen der Jetztzeit bzw. aus dem Science Fiction-Genre. So dauert es eine Weile, bis viele dieser Namen und Wendungen geläufig sind, die übrigens in einem Glossar zusammengefasst sind. Dann aber packt die Handlung und lässt die Leserinnen ungeduldig die Fortsetzung erwarten. - Der erste Band lässt zwei Dinge erahnen: die Reihe ergibt nur Sinn, wenn alle Bände vorhanden sind und diese in der angegebenen Reihenfolge gelesen werden. Für Büchereien heißt dies, dass sie das vorliegende Buch nur anschaffen sollten, wenn sie die folgenden ebenfalls erwerben können. Nach Auskunft des Verlages umfasst die "Waterfire-Saga" vier Teile.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Das erste Lied der Meere
Jennifer Donnelly
Schneiderbuch Egmont (2016)
Waterfire-Saga
381 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12