Monster bekämpft man nicht allein
Begeistert spielen die Schulfreundinnen Jess und Olivia das kooperative Erzählspiel Dungeons&Dragons, ein klassisches Tabletop-Rollenspiel - Olivia als Spielleiterin und Jess in der Rolle des Kämpfers Sir Corius. Für das Spiel und für den Alltag
erhalten alle Protagonisten einen Charakter mit Stärken und Schwächen zugewiesen. Als Olivia Toby als neues Mitglied zum Mitspielen einlädt, fühlt sich Jess ausgebootet, Spiel und Freundschaft drohen zu scheitern. Doch dank Tobys zeichnerischem Talent findet er seinen Platz im Spiel. Jess gesteht sich zwar ein, auch mit Tobys Beiträgen zum Spiel Spaß zu haben. Im Spiel tötet sie seinen Charakter dennoch, weil sie wieder nur mit Olivia zusammenspielen möchte. Fiktion der Monsterangriffe und Realität von Eifersucht und Mobbing vermischen sich. Den größten Sieg erringt Jess, als sie es schafft, sich bei Toby zu entschuldigen. Sie erkennt schließlich, dass in der Gruppe das Potential zum Bekämpfen von Monstern sehr viel größer ist, wenn sich unterschiedliche Fähigkeiten ergänzen können, im Spiel wie im wahren Leben. Bei diesem Comic geht es nur sekundär um das Spiel und primär darum, dass Gemeinschaft stärkt und gemeinsames Handeln viel mehr Spaß macht und erfolgreicher ist.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Monster bekämpft man nicht allein
Molly Knox Ostertag ; Illustrationen: Xanthe Bouma
Schneiderbuch (2024)
D&D - Dungeon Club
202 Seiten : farbig
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9