Vampirkönigin mit Biss
Mo organisiert ein Treffen mit allen Vampiren in Großbritannien. Sie will ihre Untertanen kennenlernen und sich ihre Wünsche anhören. Diese sind gar nicht so aus der Zeit gefallen – es geht um Styling und um Teilhabe am sozialen Leben. Die junge
Vampirin Wanja bietet sich an, die anderen auf den neusten Stand der Technik zu bringen – mit Laptop und WLAN, damit sie sich auch online treffen können. Luca, Mos Freund, verbringt auffällig viel Zeit mit Wanja – ein Grund, eifersüchtig zu sein? Ganz aus dem Ruder gerät die Situation, als Mo ein Geheimnis ihres Vaters erfährt, das die ganze Vampirgemeinschaft in Gefahr bringt. Auch über sich selbst erfährt sie viel Unbekanntes. – Toleranz in allen Facetten zieht sich durch dieses 2. Abenteuer (Bd.1: „Vampirkönigin wider Willen“, BP/mp 24/382). Mo will, dass alle, Vampire und Menschen, friedlich nebeneinander leben können. Kein kleines Unterfangen, alles unter einen Hut zu bringen. Aber mit Mut und Entschlossenheit packt sie es an. Sie reagiert auf die vielen Überraschungen wie ein Teenager reagiert – verschlossen, verstockt, egoistisch und vor allem emotional. Aber ihr Ziel lässt sie nie aus den Augen. Der Titel spielt mit den unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes "slay". In der Jugendsprache wird es verwendet, wenn jemand sehr selbstbewusst aussieht, handelt oder etwas Spektakuläres erreicht hat – genau so will Mo wahrgenommen werden. Die eigentliche Bedeutung ist allerdings "erschlagen" bzw. "ermorden" – genau das will Mo verhindern. Gerne empfohlen.
Angela Hagen
rezensiert für den Borromäusverein.
Vampirkönigin mit Biss
Jo Simmons ; aus dem Englischen von Johanna Wais
Schneiderbuch (2024)
317 Seiten
kt.