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Auf dem Weg zum alljährlichen Baseballspiel im Gefängnis wird der Bus mit den Familienangehörigen der Wärter gekidnappt, um alle Gefangenen freizupressen. Die Direktorin versucht das vergeblich zu verhindern, die Wärter öffnen in ihrer Panik
die Tore und alle 606 Gefangene entfliehen. Trinity Parker leitet die Aktion, die Entflohenen wieder einzufangen. Unter den Gefangenen befindet sich Kradle, wegen Mordes an seiner Familie verurteilt. Auf seiner Flucht denkt er an die Zeit vor dem Gefängnis. So enthüllt sich allmählich seine Geschichte im Rückblick auf das streitbeladene Familienleben der Kradles vor 20 Jahren. Celine Osbourne, eine der Aufseherinnen, selbst massiv belastet durch ihren Großvater, der bis auf sie alle Familienmitglieder ausgelöscht hat, unterstützt Kradle auf der Suche nach der Wahrheit. Burke, Neonazi und Terrorattentäter, gehört zu den Ausbrechern und versucht in Freiheit, einen großen Anschlag zu verüben, der zum Bürgerkrieg führen soll. So rasen die beiden Handlungen nebeneinander auf einen großen Höhepunkt zu. - Das, was so irreal beginnt, erweist sich als Thriller außerordentlicher Güte. Spannend, aufregend, gegen Ende mit mancher Länge, dennoch empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
606
Candice Fox ; aus dem australischen Englisch von Andrea O'Brien
Suhrkamp (2021)
467 Seiten
kt.