Der zweite Sohn
Zwischen dem serbischen und dem kroatischen Einwandererclan in Sydney braut sich Unheil zusammen. Es gibt mehrere Tote, einer davon ist Ivan, der "Kronprinz" des kroatischen Clans. Nun ist es an dessen jüngerem Bruder Johnny, langsam in die Führung
der nicht ganz legalen Familiengeschäfte hineinzuwachsen, um am Ende den Vater würdig beerben zu können. Johnny ist alles andere als begeistert, insbesondere weil auch seine Frau und sein Sohn in die Schusslinie geraten. Um ein für alle Mal die Sache zu regeln, plant er den Coup aller Coups. - Nahezu großsprecherisch wird dieser Debütroman im Klappentext in die Nachfolge von Mario Puzos "Der Pate" gesetzt. "Der zweite Sohn" lässt sich insgesamt tatsächlich flüssig und auch durchaus mit Spannung lesen, was neugierig auf zukünftige Romane der Autorin macht. Das Buch reicht aber gewiss noch nicht an den "Urtyp des Mafia-Romans" heran. Dafür hätte es noch "eine Schippe mehr" gebraucht. Lesenswert ist der Titel trotzdem.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Der zweite Sohn
Loraine Peck ; aus dem australischen Englisch von Stefan Lux
Suhrkamp (2022)
suhrkamp taschenbuch ; 5229
423 Seiten
kt.