Der Glaube, die Kirche und ich
Die Autorin tritt aus der evangelischen Kirche aus und, weil sie sich außerhalb der Kirche nicht wohlfühlt, wieder ein. Mit dieser Episode eröffnet sie ihre Gedanken zur Suche nach Gottes Gegenwart in der veränderten Welt. In ihrer Lebensgeschichte
ist Gott zunächst sehr fern, aber mit zunehmendem Alter entdeckt sie Spuren seiner Existenz und versucht im Gebet Gott zu denken. Das entscheidende Faktum ihrer Gottessuche ist das Ereignis von Golgatha mit dem Sterben Jesu, dem sie viel Raum widmet und das sie als Narrativ bezeichnet, das nie vergessen werden kann. Sie verweigert sich dem Atheismus Richard Dawkins und setzt dagegen die Geschichte des Gottessohnes mit der Veränderung der Welt durch Ostern. In diesem sehr persönlichen Essay versucht sie, nicht religiösen Gesetzen und Überzeugungen verpflichtet, mit eigenen Gedanken die Spuren Gottes zu erkennen.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Glaube, die Kirche und ich
Sybille Knauss
Alfred Kröner Verlag (2022)
Einsichten ; Band 7
157 Seiten
kt.