What the luck!
In der 7. Klasse wird es Mikkel so richtig bewusst, dass er und sein Vater, der in einem Recyclinghof arbeitet, ziemlich weit unten auf der sozialen Leiter stehen. Seinem Vater zuliebe geht er immer zum Handballtraining, obwohl er seinen Stammplatz
auf der Ersatzbank hat. Mikkel fängt an, davon zu träumen, ein Aufsteiger wie Lars Larsen, der Gründer des dänischen Einrichtungshauses Jysk, zu werden. Aus Zufall kommt Mikkel in den Besitz einer Golfausstattung, fängt an zu spielen und erweist sich hier als Talent. Durch die Freundschaft mit einem Mädchen, das hoch über ihm auf der sozialen Leiter steht, kommt er zudem als Insta-Model groß raus. Nur darf sein Doppelleben nicht auffliegen. Besonders sein Vater, der ständig über „reiche Säcke“ schimpft, darf bloß nichts davon erfahren. – Mit ihrem ersten auf Deutsch erschienenen Buch hat Mette Vedsø ein schönes Vater-Sohn-Porträt vorgelegt, mit einem Plädoyer für Werte wie Familienzusammenhalt, Freundschaft und Loyalität, die im Gegensatz zur Jagd auf Geld, Macht und Prestige zum wahren Glück führen. Humoristische, lockere Geschichte, die offensichtlich den richtigen Ton der Altersgruppe trifft: Tausende Kinder sorgten mit ihren Stimmen dafür, dass dieses Buch Träger eines wichtigen dänischen Kinderbuchpreises in der Kategorie „Teenager-Leben“ wurde.
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
What the luck!
Mette Vedsø ; aus dem Dänischen von Maike Dörries
Thienemann (2024)
169 Seiten
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 12