Ganz aus Splittern
Dank guter Freunde, allen voran Tjard, und dank ihres Willens, durch gute schulische Leistungen aus dem Kreislauf von Armut, Alkohol und Drogen, Gewalt und Hoffnungslosigkeit ihrer Umgebung herauszukommen, überlebt Chrissy einigermaßen unbeschadet
den Alltag in einer Problemschule in einem Problemviertel. Nur ihr gewalttätiger Stiefvater stellt für sie eine Gefahr dar, vor der ihre Mutter sie in keiner Weise schützt. Dann bekommt sie ein Angebot, bei einem angeblichen Schüleraustauschprogramm an das beste Gymnasium der Stadt gehen zu können. Dort lernt sie eine völlig andere Welt kennen – und auch Alex. Beide verlieben sich ineinander. Die Situation eskaliert, als Chris die Beschützer-Motive von Tjard erfährt, ihren Vater kennenlernt und den wahren Grund für ihre Aufnahme in das Gymnasium. Als sie von ihrem Stiefvater vergewaltigt wird und eine Überdosis der Tabletten ihrer Mutter schluckt, zerbricht ihr altes Leben und sie bekommt die Chance für einen Neustart, bei dem ihre Freunde ihr zur Seite stehen und sie sich endlich auf Sex mit Alex einlassen kann, mit reichlich Details beschrieben. – Spannend und locker geschrieben, trotz der hochproblematischen Themen, dadurch ansprechend für Jugendliche ohne hohen Anspruch an Glaubwürdigkeit.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ganz aus Splittern
Danae Lake
Thienemann (2025)
315 Seiten
kt.