Im Wald der Wölfchen
Wölfe faszinieren, Wölfe machen Angst, Wölfe sind sehr umstritten. Das vorliegende Bilderbuch unternimmt den Versuch, sich Wölfen vorurteilsfrei anzunähern und ihre Lebensweise aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht ein Wolfsrudel, dem gerade einige
Junge geboren wurden. Dargestellt wird das fürsorgliche "Familienleben", die Sorge umeinander und der Schutz vor Gefahren. Vor allem die Welpen, die "sehr süß" wirken, werden in ihrer spielerischen Interaktion gezeigt, die Wölfe erscheinen nicht als Raubtiere, sondern als außerordentlich soziale Wesen. Die Bilder dazu müssen besonders hervorgehoben werden. Sie erstrecken sich über beide Seiten und bilden perspektivisch eine Art "Nahaufnahme" ab; zudem sind sie wirklichkeitsnah gehalten und farblich fein abgestimmt. Sie unterstützen in hohem Maße die positive Wirkung, fast stellt sich eine Art Faszination ein! – Die Autorin, die in den Rocky Mountains aufgewachsen ist, lässt im Nachwort deutlich erkennen, dass sie von der ökologischen Bedeutung der Wölfe überzeugt ist – zumindest für die Weiten der USA mag das gelten, doch auch in unserer Breiten ist es wichtig, Kindern ein "faires" Bild von Wölfen zu vermitteln. Dazu leistet das Buch einen hervorragenden Beitrag, allen Beständen mit Nachdruck empfohlen, für Kinder ab 4 Jahren.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Im Wald der Wölfchen
Liz Garton Scanlon ; Illustrationen: Chuck Groenink ; übersetzt von Maria Höck
Thienemann (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4