Das Teufelsbuch
Die junge dänische Autorin, die schon mehrere Preise gewonnen hat, in Deutschland jedoch noch weitgehend unbekannt ist, legt mit „Das Teufelsbuch“ den zweiten Teil ihrer auf sieben Bände angelegten „Scandinavian Star“-Reihe vor. Die Brandkatastrophe
des Schiffes (wohl Versicherungsbetrug) spielt in diesem Band (noch) keine Rolle. Im zweiten Teil nimmt sie Bezüge zum ersten Band auf, die hier nicht erläutert werden sollen. Mit eingestreuten lyrischen Passagen erzählt die Autorin die Geschichte der jungen Olivia (Nordenhof greift hier durchaus autobiographische Erlebnisse auf), die einen Mann im Zug kennenlernt, dessen Einladung nach London sie folgt. Während der Corona-Krise darf sie aber die Wohnung nicht verlassen. So beginnt sie, ihre Geschichte aufzuschreiben, die dem Leser nach und nach eine Reihe von mehr oder weniger pikanten Erlebnissen offenbart. Sie erzählt von ihrer Zeit als Prostituierter, während der sie viel Geld verdiente, oder dem Deal mit einem reichen Mann, der sie für eine große Summe engagiert und sie zu seltsamem Verhalten animiert. Aber auch vom Aufenthalt in der Psychiatrie und einem eher tristen Leben. In kraftvoller Sprache spannend erzählt. Allen Büchereien zusammen mit dem ersten Band „Geld in der Tasche“ (BP/mp 26/714) sehr empfohlen.
Wilfried Funke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Teufelsbuch
Asta Olivia Nordenhof ; aus dem Dänischen von Ursel Allenstein
claassen (2026)
150 Seiten
fest geb.