Margarete Steiff

Angefangen bei der Schneiderei, die Margarete Steiff zunächst zusammen mit ihren Schwestern, später allein in ihrem Elternhaus betreibt, erzählt Lüding vom Leben und der Karriere der an Kinderlähmung erkrankten Margarete Steiff. Ein kleiner Elefant, Margarete Steiff dessen Schnittmuster für ein Nadelkissen Margarete entdeckt, inspiriert sie dazu, etwas völlig Unbekanntes zu produzieren: Elefanten als Stofftiere für Kinder. Trotz der Skepsis, die alle um sie herum zeigen und trotz ihrer Behinderung, gelingt es ihr aus ihrer kleinen Schneiderei ein Weltunternehmen zu gründen, das sie später an ihre Neffen vererbt. Inhaltlich und stilistisch ähnelt diese Romanbiografie der von Maren Gottschalk: „Das Fräulein Steiff“ (BP/mp 23/142). Beide Autorinnen erfinden eine große Liebe der Steiff – hier ist es ein Schriftsteller, bei Gottschalk ein Industrieller. Beide zeichnen ihre Charaktere sehr einfühlsam und gehen in ihrer Erzählung chronologisch vor. Während Gottschalk mehr auf das Leben in Kindheit und Jugend der Steiff eingeht, berichtet Lüding mehr von den letzten Jahren ihrer Protagonistin. Beide beschreiben den Werdegang dieser außerordentlich mutigen Frau weitestgehend historisch korrekt.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Margarete Steiff

Margarete Steiff

Kristina Lüding
Ullstein (2022)

281 Seiten
kt.

MedienNr.: 751275
ISBN 978-3-548-06668-4
9783548066684
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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