Begrabt mein Herz im Tiefkühlfach
Eigentlich ist Ben Ryder Howe Redakteur bei einer alternativen New Yorker Literaturzeitschrift. Allerdings ist er auch Schwiegersohn einer koreanischen Einwandererfamilie, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Geld durch die Betreibung eines "Delis",
eines amerikanischen Tante-Emma-Ladens, zu verdienen. Zunächst muss mal ein geeignetes Geschäft her - und das ist gar nicht so einfach. Horrende Ablösesummen und hohe Mieten für runtergekommene Läden sind die Regel. Trotzdem findet die Familie ein geeignetes Geschäft und fortan hat Ben Ryder Howe zwei Jobs. Im Roman erzählt er von den Abenteuer, die er beim Eintauchen in eine ihm völlig neue Welt erlebt. Da geht es um die teils skurrile Stammkundschaft, um eigenwillige Hilfskräfte, um das Leben mit seiner koreanischen Familie, die Zusammenarbeit mit der allgegenwärtigen Schwiegermutter ... - Man braucht seine Zeit, um in diese Europäern doch sehr fremde Welt einzutauchen; manchem Leser wird es nicht gelingen. Trotzdem ein lesenswertes Buch für Menschen, die sich für den US-amerikanischen Alltag im Big Apple interessieren. (Übers.: Nina Pallandt)
Nicole Hochgürtel
rezensiert für den Borromäusverein.
Begrabt mein Herz im Tiefkühlfach
Ben Ryder Howe
Ullstein (2012)
Ullstein ; 37459
395 S.
kt.