Die Affäre Königsmarck
Hannover, Ende des 17. Jh. Sophie Dorothea, Kurprinzessin von Lüneburg, wurde mit ihrem Vetter, Kurprinz Georg Ludwig von Hannover verheiratet, um dessen Machtinteressen zu vergrößern. Doch verbindet sie keine Liebe. Er hat eine Mätresse und sie
eine Affäre mit Philipp Christoph von Königsmarck. Schließlich entschließen sich die beiden, dem Hannoverschen Hof zu entfliehen. Doch die Flucht wird vereitelt, weil von Königsmarck während der mehrtägigen Karnevalsfeiern bei Hofe spurlos verschwindet. Der französische Sekretär des ebenfalls geladenen Herzogs Anton Ulrich von Wolfenbüttl spürt dem Geheimnis um das Verschwinden von Königsmarcks nach. In einem Epilog erklärt die Autorin, inwieweit sie sich an historische Fakten gehalten bzw. ihrer Phantasie freien Lauf gelassen hat. Der bis heute ungeklärte Fall Königsmarck lässt in diesem Roman das intrigante Netz am Beispiel des Hannoverschen Hofes des 17. Jh. erahnen, das zu den willkürlichsten Verurteilungen Unschuldiger führte, um die Machtinteressen und den guten Ruf der Hautevolee zu wahren.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Affäre Königsmarck
Sargon Youkhana
List-Taschenbuch (2009)
List ; 60763
411 S. : Kt.
kt.