Warum es die Welt nicht gibt
Markus Gabriel (*1980) ist seit 2009 Deutschlands jüngster Philosophieprofessor (in Bonn) und will in diesem Buch auf allgemeinverständliche Weise zeigen, "dass es alles gibt, bis auf eines: die Welt." Um das zu begründen, legt er breit und verständlich
- für den, der mitzudenken bereit ist - dar, dass neben vielen anderen Gegenstands- und Redebereichen das Universum der Gegenstandsbereich der Physik und die Welt der Bereich aller Bereiche ist. Im Durchblick und in der Auseinandersetzung mit den bisherigen verschiedenen Denkweisen der Philosophen und Denkschulen (wie Monismus, Dualismus, Pluralismus, Existenzialismus, Naturalismus etc.) kommt Gabriel zu einer in sich (wohl) schlüssigen Ansicht von den Dingen, Gedanken und Bereichen im Universum, die die irritierende titelgebende Aussage zulässt, ohne als Irrlehre oder gar als neue Religion eingestuft werden zu müssen ... Wer logisch über alles - auch über Kunst, Gott und Religion - nachzudenken bereit ist und daran Freude hat, wird in diesem interessanten Werk auf anregende Weise viele Denkanstöße, auch zum Widerspruch Reizendes, finden und eine interessante Philosophie kennenlernen.
Georg Bergmeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Warum es die Welt nicht gibt
Markus Gabriel
Ullstein (2013)
270 S.
fest geb.