Gefühle sind keine Krankheit
Was findet in unserem Gehirn statt, wenn wir fühlen? Und was passiert, wenn Trauer, Wut oder Angst ständig unterdrückt werden? Christian Peter Dogs, Facharzt für Psychiatrie und Psychosomatik, plädiert für das Zulassen "negativer" Empfindungen.
Sind Störungen nicht mehr allein in den Griff zu bekommen, sollte eine Therapie angestrebt werden. Hier kritisiert der Autor, welchen verheerenden Schaden falsche Therapieformen anrichten können, vor allem dort, wo sie stets nur rückwärtsgewand sind. Besser ist oft eine lösungsorientierte Verhaltenstherapie. Dogs' Therapieansätze sind nicht "von oben herab", sondern eher beratend, von viel Liebe zum Patienten geprägt. Die Lektüre der vielen Fallbeispiele allein wirkt schon befreiend und der trotz der Schwere des Themas humorvolle Stil trägt ebenfalls dazu bei. Viele wunderbare "Merksätze" und Gedanken - als Ergänzung gut geeignet!
Lieselotte Banhardt
rezensiert für den Borromäusverein.
Gefühle sind keine Krankheit
Christian Peter Dogs ; Nina Poelchau
Ullstein (2017)
229 S.
fest geb.