Move on up
Im Alter von neun Jahren wird Philip Oprong Spenner von seiner Tante in Nairobi ausgesetzt. Zurückgelassen in der großen Stadt beginnt für den 1979 Geborenen ein entwurzeltes Leben in der Überzeugung wertlos zu sein. Hin und her gerissen zwischen
Selbstmordgedanken und Hoffnung führen ihn seine Wege als Straßenkind von Kenia nach Uganda und in den Kongo. Schließlich landet er, nach Gefängnisaufenthalten, in verschiedenen Heimen. Als Philip so die lang ersehnte Schulausbildung erhält und sich als besonders intelligent erweist, wird er von einem Hamburger Kinderarzt gefördert. Im Alter von 17 Jahren adoptiert ihn dieser Arzt, sodass er in Deutschland schließlich studieren kann. Oprong Spenner hat durch die Lektüre der Bibel, schon als Kind aus dem christlichen Glauben Hoffnung geschöpft. Durch seinen offenen Umgang mit seinen Gefühlen versteht er es, dem Leser sein Schicksal glaubwürdig, aber auch kritisch nahe zu bringen. Ein Buch, das jede Bücherei um einen wertvollen Beitrag zum interkulturellen Verständnis bereichern könnte.
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Move on up
Philip Oprong Spenner mit Heike Gronemeier
Ullstein (2011)
366, [8] S. : Ill. (überw. farb.)
kt.