Rütlischwur
Als in seiner Privatbank ein wichtiger Mitarbeiter verschwindet, bittet Jakob Banz seinen alten Freund Eschenbach, Kommissar bei der Züricher Kripo, um Hilfe. Da Eschenbach beruflich gerade eine Auszeit nimmt, steigt er bei der Bank als Jurist ein,
um sozusagen undercover die Umstände des Verschwindens von Peter Dubach zu durchleuchten. Es stellt sich heraus, dass Millionenbeträge versickert sind, ohne dass das publik gemacht wurde. Banz wird ermordet, und Eschenbach lernt die junge Judith kennen, die eindeutig eine besondere Rolle spielt in diesem merkwürdigen Fall. - Der Roman beginnt etwas zäh und kann auch im weiteren Verlauf nur zeitweise die Spannung steigern. Die Personen und Situationen sind durchaus überzeugend beschrieben, aber der Handlungsablauf ist insgesamt zu undurchsichtig und einige Verwicklungen sind wenig überzeugend. Insgesamt fehlt ein festes Gefüge, das den Überblick ermöglicht und die Erzählstränge zusammenhält. Aufgrund der sehr erfolgreichen Vorgängerbände um Kommissar Eschenbach (zuletzt: BP/mp 10/407) ist jedoch mit größerer Nachfrage zu rechnen, und darum ist trotz gewisser Schwächen die Anschaffung auch sinnvoll.
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Rütlischwur
Michael Theurillat
Ullstein (2011)
381 S.
fest geb.