Das Ding in meinem Kopf

Als der knapp 40-jährige Große Halbuer 2010 ein Stipendium in die USA erhält, plagen ihn Versagensängste, er ist gereizt und abgespannt, bis sein Bein, das schon länger Probleme bereitet, auf dem Flug zu zucken beginnt. Doch erst Jahre später Das Ding in meinem Kopf wird seine Parkinson-Krankheit diagnostiziert. Der auf einem Hof im Münsterland aufgewachsene Wirtschaftsjournalist erzählt in diesem Buch von seiner Journalisten-Karriere, angefangen bei einer Lokalzeitung über sein Studium bis hin zu so renommierten Zeitschriften wie „Capital“ und „Financial Times Deutschland“. Jahrelang verheimlicht er seine Krankheit, die neben seinem Job zusätzlichen Stress, auch für seine Frau und Familie mit sich bringt, auf deren Hilfe er zunehmend angewiesen ist. – Große Halbuer versteht es, offen und ehrlich über seine Krankheit zu sprechen, die nicht nur sein berufliches, sondern auch sein privates Leben wesentlich bestimmt. Obwohl er auch Verhaltensweisen von Gesunden thematisiert, die der Inklusion entgegenwirken, ist er davon überzeugt, dass Gespräche mit anderen seit seiner Krankheit tiefer geworden sind. Auch ist er dankbar für die medizinische Technik, die es ihm ermöglicht, noch nicht bettlägerig zu sein.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Ding in meinem Kopf

Das Ding in meinem Kopf

Andreas Große Halbuer
Ullstein (2026)

186 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 625388
ISBN 978-3-550-20313-8
9783550203138
ca. 24,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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