Jetzt sag doch endlich was
Mit hintergründigem Humor erzählt der mit einer Redeflussstörung behaftete Autor, für den manche Buchstaben Albtraumwesen sind und dessen Rede mehr Stausee als Wasserfall ist, von seinen Erlebnissen in der Schul- und Studienzeit und seinen Versuchen,
das Stottern zu heilen. Er erweitert den Blick auf Stotterer in der Geschichte wie Demosthenes und Moses, auf seltsame Methoden in der Psychologie und auf Filme, in denen Stotterer eine Rolle spielen, wie „Pearl Harbor“, „Ein Fisch namens Wanda“ oder „The King‘s Speech“. Amüsiert betrachtet er den Welttag des Stotterns und das oft nichtssagende, flüssige Reden der Ungeduldsgesellschaft. Eine lesenswerte Betrachtung einer Dysfunktion.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Jetzt sag doch endlich was
David Hugendick
Ullstein (2026)
152 Seiten
fest geb.