Furien
Auf der Flucht vor Piratin Lady Darksee kehrt Freibeuter Raven zu den von ihren Männern festgesetzten Schiffbrüchigen zurück. Dabei will er besonders die attraktive Tochter des Gouverneurs und ihren jüngeren Bruder retten, nachdem der Vater inzwischen
von den Gesetzlosen ermordet wurde. Bei wechselnden Zwangsallianzen versucht man, das gestrandete Schiff wieder flottzumachen, zumal eine mörderische Kannibalenhorde anrückt. Es stellt sich die Frage, wo die gesuchten Juwelen verblieben sind, deren Existenz Raven konsequent leugnet. Der mit Kindheitsrückblenden versetzte letzte Band der „Raven“-Saga (zuletzt: BP/mp 22/772) liefert wieder aktionsreiche Auseinandersetzungen zwischen den Parteien, wobei der Plot zunehmend konstruiert und nicht immer ganz glaubwürdig wirkt. Im Fokus steht wie gewohnt die Hassliebe zwischen der gewissenlosen Freibeuterin und dem verschlagenen Einzelgänger, die eine Tür für eine mögliche Fortsetzung offenlässt. Stimmig erweist sich erneut Mathieu Lauffrays grafische Umsetzung mit dynamischen Panels in angemessen düsterer Kolorierung, ausladenden Landschaftsimpressionen und Sinn für Licht-/Schatten-Dramaturgie. Für größere Bestände.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Furien
Mathieu Lauffray ; aus dem Französischen von Marcel Le Comte
Carlsen Comics (2025)
Raven ; III
85 Seiten : farbig
fest geb.