Wie ich den Fiesling, den Boiler und ein ganzes Schuljahr überlebte
Justin kommt in die dritte Klasse und macht sich um alles Mögliche Sorgen: die neue Lehrerin, seltsame Geräusche in der Nacht, und Sport überhaupt. Darüber führt er Tagebuch, ein ganzes Schuljahr lang. Und daraus wird ein herrlicher Monolog über
seine Befindlichkeiten. Mit viel Witz und Ironie beobachtet er nicht nur seine Freunde, sondern auch Mom und Dad und die Großeltern Ginny und Popa. Immer wieder erstellt er Listen mit Dingen, die er mag oder hasst. Mit seinen Kuscheltieren spielt er abends Szenen aus seinem Leben nach. Er ist ein richtig netter Junge, will angepasst und unauffällig sein, drängt sich nicht vor und traut sich nichts zu, und trotzdem (oder gerade deshalb) wird er zum Klassensprecher gewählt. Oder er schießt versehentlich das Siegtor. Ganz unerwartet bekommt er den ersehnten Superstern von der Lehrerin für seine guten Ideen im Aufsatz und sein Haiku gewinnt den Klassenwettbewerb. Die Leser lässt er an seiner Verblüfftheit über diese Erfolge teilhaben, und er reflektiert darüber, dass er bei seinen teils ruppigen Klassenkameraden die gleichen Unsicherheiten wie bei sich selbst wahrnimmt. - Ein großartiges Buch zum Mut machen, besonders gut geeignet für Jungs.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie ich den Fiesling, den Boiler und ein ganzes Schuljahr überlebte
Rachel Vail. Mit Ill. von Matthew Cordell
Carlsen (2014)
Carlsen ; 1225
215 S. : zahlr. Ill.
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9