Zehn Eis an einem Tag
Wer hat eigentlich irgendwann einmal die Regel aufgestellt, dass ein Eis am Tag genug ist? Genau dieses in vielen Familien übliche, wenn auch nicht wirklich logische "Gesetz" stellt Linn an einem schönen Sommertag in Frage. Sie nimmt sich vor, heute
endlich einmal zehn Eis an einem Tag zu essen. Doch leider hat Linn nicht mit der übellaunigen Fee Huberta Moloch-Meyer gerechnet, die nichts von fröhlichen Kindern mit ambitionierten Plänen hält und deshalb alles daransetzt, Linns Eis-Ess-Vorhaben von vorneherein zu durchkreuzen. Plötzlich scheint es in keinem Gefrierschrank mehr Eisvorräte zu geben, der Kiosk ist wegen Eismangel geschlossen, die Eismaschine von Onkel Paul ist defekt und auch in Herrn Bernardis Eisdiele gehen die Vorräte erschreckend schnell zur Neige. Immer ist Huberta Moloch-Meyer schneller als Linn, die nichts von den Intrigen der bösen Fee ahnt. Nebenbei liefert sich Huberta einen kleinen Konkurrenzkampf mit der Zahnfee Tusnelda Wimperklimper, die versucht, ihre Kollegin von einem besseren Leben als gute Fee zu überzeugen. Ob das am Ende gelingt? – Eine sommerlich-leichte Vorlesegeschichte ohne größeren Tiefgang für alle Eis-Liebhaber über den oftmals bemühten Widerstreit zwischen Gut und Böse. Die comicartigen Illustrationen begleiten den Text auf peppige Art und Weise, die Charaktere wirken in ihrer Diversität jedoch schon fast etwas überzeichnet.
Elisabeth Brendel
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Zehn Eis an einem Tag
Bettina Gundermann ; Alexandra Langenbeck
Carlsen (2025)
72 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5