Das Wasserschloss
Mit gemischten Gefühlen sehen die Geschwister Ephraim, Price und Brynn ihrem Umzug nach Crystal Springs in das alte Anwesen der Familie entgegen. Da ihr Vater einen Schlaganfall erlitten hat und nun dort von einem Spezialisten behandelt werden soll,
gibt es keine andere Möglichkeit für die Familie Appledore. Bereits am ersten Abend entdecken die Kinder, dass das Haus einige unerklärliche Geheimnisse birgt; auch im Dorf selbst scheinen die neuen Mitschüler wesentlich intelligenter zu sein, als für gewöhnlich zu erwarten. Zunächst findet sich Ephraim nicht in seine Rolle als "Appledore" ein, da ihm die über Jahrhunderte entstandenen Beziehungen zwischen den Familien im Ort nicht bekannt sind. Doch schließlich gelingt es ihm, mit anderen Kindern die alten Feindschaften zu überwinden und sich gemeinsam auf die nicht ganz ungefährliche Suche nach dem Elixier zu begeben, das Ephraims kranken Vater heilen soll. - "Das Wasserschloss" überzeugt in vielerlei Hinsicht! Eine spannende Handlung mit rätselhaften Geheimnissen, die erst nach und nach aufgelöst werden, wird mit einer Parallelhandlung über die Erforschung des Wassers Anfang des 20. Jh. verknüpft; auch eine ernste Komponente fehlt mit der Sorge um den Vater und der ängstlichen Unsicherheit des Protagonisten in seiner neuen Heimat nicht. Sehr zu empfehlen. (Übers.: Annette von der Weppen)
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Wasserschloss
Megan Frazer Blakemore
Carlsen (2013)
363 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11