Game of Noctis
Pia lebt mit ihrem Großvater auf Dantessa, einer kleinen Insel, auf der es hauptsächlich um das Thema Spielen geht. Man kann sich mit Spielen den Lebensunterhalt verdienen, allerdings durch häufiges Verlieren ebenso derart im Rang abrutschen, dass
man Gefahr läuft, verbannt zu werden bzw. zum Gesinde degradiert zu werden. Pias Großvater ist diesem Schicksal sehr nahe. Da er aufgrund seines hohen Alters nicht mehr in der Lage ist, die Spielsteine genau zu sehen, verliert er nur noch und wird verbannt. Pia will und muss ihn retten und dazu das gefährlichste Spiel von allen spielen: "Noctis". Mithilfe von Vittoria, die zunächst ihre Spielgegnerin ist, versucht sie mit ihrem Team, das größte aller Spiele zu gewinnen, um ihren Großvater freizukaufen bzw. ihm wieder zu einem höheren Rang zu verhelfen. Pia muss ein hartes Training durchlaufen, um mit Vittorias "Seefüchsen", die aus einer Gruppe von Außenseitern bestehen, das Spiel gewinnen zu können. Durch die gemeinsamen Kämpfe wächst das Team gut zusammen und kann Vertrauen zueinander aufbauen. Schließlich wendet sich alles zum Guten. – Es fällt schwer, dieses Buch wegzulegen, wenn man einmal mit dem Lesen begonnen hat. Das fesselnde Abenteuer über Mut und Freundschaft, aber auch offensichtliche Gesellschaftskritik, bleibt das gesamte Leseerlebnis über spannend. Vor allem aber im letzten Teil ist die Handlung wirklich mitreißend. Die Charaktere sind stark gezeichnet, die Geschichte temporeich und kreativ erzählt. Ein wahres Lesevergnügen und definitiv eine Empfehlung!
Sonja Gast
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Game of Noctis
Deva Fagan ; aus dem Englischen von Katja Hildebrandt
Carlsen (2025)
347 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11