Kinder von fern

Es ist zur Normalität geworden, dass in deutschen Schulklassen geflüchtete Kinder sitzen. Doch was haben sie auf ihrer Flucht erlebt? Genau davon erzählt dieses Buch. Samuel, Fatima, Azad und Tamar müssen aus ihrer Heimat flüchten, denn dort herrscht Kinder von fern Krieg und das Leben ist für sie nicht mehr sicher. Die Kinder erzählen von ihrem Leben vor der Flucht und von ihren Träumen und Wünschen. Die Kinder schildern den Tag, an dem ihr Leben sich verändert hat und sie fliehen müssen. Sie berichten von der beschwerlichen, teils sehr langen und gefährlichen Reise ins sichere Europa und davon, wie sie in Zeltstädten oder Flüchtlingsunterkünften gewartet haben, dass ihr Asylantrag genehmigt wird. Am Ende treffen alle vier Kinder in einer niederländischen Willkommensklasse mit vielen anderen geflohenen Kindern zusammen. – Dieses tiefgründige Buch berührt und bewegt! Es zeigt auf, wie Kinder eine Flucht aus einem Kriegsgebiet erleben. Doch es gibt auch Hoffnung, es fördert Verständnis und kann dabei helfen, empathisch auf Kinder mit Fluchterfahrungen zuzugehen. Die bunten Bilder ergänzen den Text sehr passend und lassen die Gefühle der Protagonisten erkennen. Der Autorin gelingt es in diesem Buch auf eine ganz besondere Art und Weise, ein schwieriges Thema kindgerecht und sensibel zu erzählen, ohne die Grausamkeit von Krieg und Flucht auszusparen. Ein Buch für alle, die verstehen wollen, was geflüchtete Kinder erlebt haben.

Ulla Hittmeyer

Ulla Hittmeyer

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Kinder von fern

Kinder von fern

Martine Letterie ; mit Bildern von Elena Cavion ; aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann
Carlsen (2025)

159 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.

MedienNr.: 621011
ISBN 978-3-551-55951-7
9783551559517
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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