It's okay not to be okay

In den westlichen Industrieländern werden mehr als 40 Prozent der Menschen irgendwann in ihrem Leben psychisch krank, die Hälfte davon bereits vor dem 15. Lebensjahr. Doch noch immer sind Depressionen, Angst-, Panik-, Belastungs- oder bipolare Störungen It's okay not to be okay mit viel Scham verbunden, werden verborgen, dabei wären sie teilweise gut behandelbar. Dem versucht dieses Buch ein Stück weit abzuhelfen, indem Betroffene, zum größten Teil Medienschaffende, Erfahrungsberichte beisteuern. Damit zeigen sie anderen Betroffenen, dass sie nicht allein sind, geben Menschen im sozialen Umfeld Einblicke und zum Teil Hinweise, wie Hilfe aussehen kann; dies allerdings nicht systematisch wie in einem Ratgeber oder Selbsthilfebuch. Die Texte ermutigen, nehmen aber auch Illusionen, denn in vielen Fällen muss von allen Beteiligten akzeptiert werden: "Mein Hirn ist mein Hirn, in all seiner schmerzlich-schönen Verrücktheit" (S. 303). Doch man kann lernen, damit zu leben, vor allem, wenn Familie und Gesellschaft verständnisvoll damit umgehen. Im Anhang sind Telefonnummern und Internetadressen mit Hilfsangeboten für Jugendliche und Erwachsene im deutschsprachigen Raum aufgelistet. Ein wichtiges Buch für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen, das in möglichst vielen Büchereien, mindestens ab mittleren Beständen, angeboten werden sollte.

Monika Graf

Monika Graf

rezensiert für den Borromäusverein.

It's okay not to be okay

It's okay not to be okay

Scarlett Curtis (Hrsg.) [und weitere] ; aus dem Englischen von Christopher Bischoff [und drei weiteren]
Carlsen (2021)

311 Seiten
kt.

MedienNr.: 605446
ISBN 978-3-551-58454-0
9783551584540
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ps
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